Association Pädagogische Supervision, Landesverband Hessen/ Rheinland-Pfalz e.V.
Association Pädagogische Supervision, Landesverband Hessen/ Rheinland-Pfalz e.V.

Satzung der Association Pädagogische Supervision, Landesverband Hessen/Rheinland-Pfalz e.V.

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Erste Satzung vom 07.01.2004; korrigierte Satzung vom 05.11.2011

Association Pädagogische Supervision, Landesverband Hessen/Rheinland-Pfalz e.V.

In der durch die Gründungsversammlung am 07.01.2004 vorgelegten, am 01.11.2008 sowie am 05.11.2011 ergänzten Fassung :

Name und Sitz

§ 1

Der Landesverband führt den Namen :
"Association Pädagogische Supervision, Landesverband Hessen/ Rheinland-Pfalz e.V." (im folgenden kurz "Landesverband" genannt) .
Er ist in das Vereinsregister eingetragen.

§  2

Der Verein hat seinen Sitz in Oberursel. Er wurde am 07.01.2004 gegründet.


Aufgabe und Zweck

§ 3

(1) Zweck des Vereins ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung, Bildung und Erziehung. Der Satzungszweck wird verwirklicht insbesondere durch die Anregung, Förderung und Pflege pädagogischer Supervision und ihr vergleichbarer Formen pädagogischer Beratung und Begleitung auf wissenschaftlicher Grundlage.

(2) Supervision ist eine professionelle Beratung zur Qualitätssicherung am Arbeitsplatz. Sie reflektiert den Zusammenhang von handelnder Person, beruflicher Rolle, Organisation und Klientel im beruflichen Alltag.

Die pädagogische Supervision bezieht sich dabei auf psychische, soziale und institutionelle Faktoren in pädagogischen Kontexten wie z.B. Kindertagesstätten, Schulen, Hochschulen, Universitäten und alle Einrichtungen und Situationen, die mit Bildung zu tun haben.

Ihr Gegenstand sind Szenen, Probleme, Konflikte aus dem beruflichen Alltag. Supervision unterstützt die Entwicklung von Konzepten (z.B. Entwicklung von Schulteams), die Begleitung von Strukturveränderungen (z.B. Organisations- und Führungsstruktur in der Schule) und die Entwicklung der Berufsrolle (z.B. Lehrer als Stoffvermittler und Erzieher).

Sie nützt der Verbesserung der Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit von Einzelpersonen, Gruppen, Arbeitsteams und Organisationen und fördert ihr Lernen in gemeinsamer Suche nach Alternativen.

Damit dient sie der Prävention und dem Erhalt der Gesundheit pädagogischer Fachkräfte und Lernender (Kinder, Jugendliche und Erwachsene).

(3) In Bezug auf die pädagogische Supervision tritt der Verein für die Interessen seiner Mitglieder ein. Er wendet sich in geeigneter Weise an Behörden, Institutionen und Öffentlichkeit.
Er strebt die Zusammenarbeit mit Personen und Institutionen an, die in Forschung und Praxis der Supervision tätig sind.

(4) Der Verein fördert die Fort- und Weiterbildung seiner Mitglieder in Fragen der Supervision und liefert damit einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt der Gesundheit der Allgemeinheit.

Gemeinnützigkeit

§ 4

(1) Der Landesverband verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung.
Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke oder Gewinnabsichten.

(2) Mittel des Vereins dürfen nur für satzungsgemäße Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.
Die Mitglieder des Vorstandes sind ehrenamtlich tätig. Ihre nachgewiesenen Auslagen werden abgegolten.

(3) Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Körperschaft fremd sind oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§ 5

Der Landesverband ist parteipolitisch, rassisch und konfessionell neutral.

§ 6

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Gliederung

§ 7

Organisationsgebiet des Landesverbandes sind die Bundesländer Hessen und Rheinland-Pfalz.

Mitgliedschaft

§ 8

(1) Ordentliche Mitglieder des Landesverbandes können alle Personen mit einer abgeschlossenen, von einer wissenschaftlichen Hochschule anerkannten Ausbildung in Supervision werden.

(2) Ordentliche Mitglieder können auch solche Personen werden, die einen gleichwertigen Abschluss (z.B. RPZ) gemäß Absatz (1) haben oder eine mindestens dreijährige Tätigkeit als LehrsupervisorIn an einer wissenschaftlichen Hochschule nachweisen können.

(3) Juristische Personen können Mitglied werden, wenn sie in Theorie und Praxis mit pädagogischer Supervision befasst sind. Sie werden vertreten durch ihre Leiterin/ihren Leiter oder eine durch sie/ihn zur Vertretung bevollmächtigte Person.

(4) Außerordentliche Mitglieder mit der Aussicht, die ordentliche Mitgliedschaft zu erlangen, können Personen werden, die eine Ausbildung in pädagogischer Supervision gemäß Absatz (1) und (2) absolvieren, aber noch nicht abgeschlossen haben.

(5) Außerordentliches Mitglied können alle Personen, die die Ziele des Vereins unterstützen, werden.

(6) Außerordentliche Mitglieder haben kein Stimmrecht in der Mitgliederversammlung (§19 - § 24), werden nicht namentlich als Supervisoren aufgeführt und zahlen nur die Hälfte des Mitgliedsbeitrages.


§ 9

Die Aufnahme und der Austritt aus dem Landesverband geschehen durch schriftliche Erklärung an den Vorstand. Über den Aufnahmeantrag entscheidet der Vorstand. Hat dieser Bedenken, so entscheidet die Mitgliederversammlung. Austritte sind nur zum Ablauf eines Geschäftsjahres bei Einhaltung einer vierteljährlichen Kündigungsfrist möglich.

§ 10

Personen, die sich um den Verband oder um seine Zwecke in Hessen oder Rheinland-Pfalz besondere Verdienste erworben haben, kann durch die Mitgliederversammlung die Ehrenmitgliedschaft verliehen werden.

§ 11

Mitglieder, die grob gegen die Interessen des Landesverbandes verstoßen oder sich unehrenhafter Handlungen schuldig gemacht haben, können durch die Mitgliedersammlung ausgeschlossen werden.
Bis zur Entscheidung durch die Mitgliederversammlung ruht auf Beschluss des Vorstandes die Mitgliedschaft. Das betreffende Mitglied muss in jedem Falle gehört werden und die Möglichkeit erhalten, innerhalb von vier Wochen gegen den Ausschluss Einspruch zu erheben. Die endgültige Entscheidung trifft die Mitgliederversammlung.

§ 12

Ein Mitglied, das mit zwei Jahresbeiträgen in Rückstand geblieben ist, scheidet mit Ende des zweiten Jahres automatisch aus dem Landesverband aus. Bis zu diesem Zeitpunkt ist es zur Beitragszahlung verpflichtet.

Beiträge und Spenden

§ 13

Der Landesverband erhebt einen Mitgliedsbeitrag, dessen Höhe die Mitgliederversammlung bestimmt.

Der Landesverband nimmt Geldspenden und sonstige Zuwendungen entgegen, die ausschließlich für die satzungsgemäßen Zwecke zu verwenden sind.

Organe des Landesverbandes

§ 14

Organe des Verbandes sind der Vorstand und die Mitgliederversammlung.

A) Der Vorstand

§ 15

- der/ die 1. Vorsitzende                                                                               
- der/ die 2. Vorsitzende
- der/ die Schatzmeister/in
- der/ die Schriftführer/in
- zwei BeisitzerInnen.

Der Vorstand hat das Recht, zu seiner Beratung oder zu seiner Unterstützung ihm geeignet erscheinende Personen als Beirat zu berufen, die jeweils in enger Kooperation mit einzelnen oder allen Vorstandsmitgliedern tätig werden.

Beschlüsse des Vorstandes werden mit einfacher Stimmenmehrheit gefasst. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme der/des 1. Vorsitzenden, in deren/dessen Abwesenheit die Stimme der/des 2. Vorsitzenden.

§ 16

Der Vorstand besteht aus der bzw. dem Vorsitzenden, einer Stellvertreterin, die jeweils aus Hessen und Rheinland-Pfalz kommen, sowie aus einem/r SchatzmeisterIn und einem/r SchriftführerIn.
Der Verein wird im Sinn des § 26 BGB gemeinsam durch jeweils 2 Vorstandsmitglieder nach Maßgabe der Geschäftsordnung nach außen vertreten.

§ 17

Der Vorstand führt die Beschlüsse und Aufträge der Mitgliederversammlung durch und erledigt die laufenden Geschäfte des Verbandes. Im Rahmen der durch die Mitgliederversammlung gegebenen Richtlinien und Ermächtigungen handelt er dabei selbstständig. Er ist der Mitgliederversammlung für seine gesamte Arbeit verantwortlich.
Verpflichtungen kann der Vorstand für den Verband nur mit der Beschränkung auf das Verbandsvermögen eingehen. Seine Vollmacht ist insofern ausdrücklich begrenzt.

§ 18

Der Vorstand wird von der jährlichen ordentlichen Mitgliederversammlung auf die Dauer von 2 Jahren in getrennten Wahlgängen gewählt. Wiederwahl ist zulässig.

B) Die Mitgliederversammlung

§ 19

Die Mitgliederversammlung ist das oberste Organ des Landesverbandes.

§ 20

Die Mitgliederversammlung bestimmt die Richtlinien für die gesamte Arbeit und entscheidet endgültig über alle Angelegenheiten des Landesverbandes.        

Sie wird vom Vorstand mindestens einmal jährlich einberufen. Die Einberufung hat mindestens 4 Wochen vorher unter Mitteilung einer vorläufigen Tagesordnung schriftlich zu erfolgen.                                                     

Sie fasst ihre Beschlüsse mit einfacher Mehrheit der stimmberechtigten Anwesenden. Bei Satzungsänderung ist Zweidrittelmehrheit der anwesenden Stimmberechtigten erforderlich. Die Auflösung des Landesverbandes kann nur mit Dreiviertelmehrheit der anwesenden Stimmberechtigten beschlossen werden.

Über den Verlauf der Mitgliederversammlung ist ein schriftliches Protokoll anzufertigen, das die Beschlüsse im Wortlaut enthalten muss. Es ist vom Vorsitzenden und dem Protokollführer zu unterschreiben.

Insbesondere obliegen ihr folgende Aufgaben:

a) Sie wählt:                                                                                    
den Vorstand,
zwei Kassenprüfer,
den Wahlausschuss.

Eine Wiederwahl ist für alle Ämter zulässig. Die Mitglieder bleiben bis zur Neu- bzw. Wiederwahl in ihren Ämtern.
Die Kassenprüfer werden für 2 Jahre gewählt.

b) Sie nimmt Stellung
zu den Geschäftsberichten.

c) Sie beschließt
auf Antrag der Kassenprüfer/innen über die Entlastung des Schatzmeisters/ der
Schatzmeisterin.

d) Sie berät und beschließt
- über alle vorgelegten Anträge und den Haushaltsentwurf des Vorstandes,
wobei die Deckungsfähigkeit der Positionen untereinander erhalten bleibt.
- über die Entlastung des Vorstandes.

§ 21

Die Mitgliederversammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der Erschienenen
beschlussfähig, wenn sie ordnungsgemäß einberufen wurde.

§ 22

Alle Mitglieder des Landesverbandes sind teilnahme - und antragsberechtigt.

Anträge zur Aufnahme in die Mitgliederversammlung sind bis 3 Wochen vor Beginn der Mitgliederversammlung an den Vorstand zu richten. Der Vorstand informiert in diesem Fall seine Mitglieder umgehend über die Neuanträge zur Tagesordnung. Nach dieser Antragsfrist können Anträge in der nächsten Mitgliederversammlung nur noch erörtert werden. Entscheidungen dazu sind gegebenenfalls in einer weiteren, außerordentlichen Mitgliederversammlung zu treffen.

§ 23

Der Vorstand ist in dringenden Fällen berechtigt, eine außerordentliche Mitgliederversammlung einzuberufen. Er ist dazu verpflichtet auf Antrag von mindestens einem Drittel der gesamten Mitglieder.

Satzungsänderungen

§ 24

Satzungsänderungen können von jeder Mitgliederversammlung beschlossen werden, jedoch nur, wenn sie mindestens drei Wochen vor deren Beginn schriftlich mit Begründung beantragt und den Mitgliedern der Mitgliederversammlung spätestens zwei Wochen vor deren Beginn mitgeteilt worden sind.

Auflösung des Verbandes

§ 25

Die Auflösung des Landesverbandes kann nur von einer Mitgliederversammlung beschlossen werden, die zu diesem Zweck einberufen wurde.

§ 26

Bei Auflösung des Landesverbandes oder bei Wegfall seines bisherigen Zweckes fällt das Vermögen des Landesverbandes an "UNICEF e.V." mit Sitz in Köln, der es unmittelbar für mildtätige/gemeinnützige Zwecke zu verwenden hat.





Oberursel, den 07.01.2004



Die Gründungsmitglieder:

Monika Bohn, Marliese Köster, Karl-Heinz Lerch, Kirsten Dierolf, Eva-Maria Speck, Hiltrud Fuhr, Gisela Koennecken

Oberursel, den 01.11.2008


Mitglieder der Versammlung vom 03.11.2011

Bad Homburg, den 03.11.2011